SALOME
Musikdrama in einem Aufzug nach Oscar Wildes (1854-1900) gleichnamiger Dichtung
Musik von Richard Strauss (1864-1949)

Workshop: 10.04.2010, 17 Uhr und 17.04.2010, 9.45 Uhr
Matinée: 11.04.2010, Foyer
Premiere: 22.04.2010, Großes Haus 
In triebhaft-lustvoller Grausamkeit fordert Salome den Kopf des Propheten Jochanaan. Dass er ihren körperlichen Reizen widerstanden hat, macht ihre unerfüllte Sehnsucht nur noch verzehrender, seine erotische Faszination wird durch die Unnahbarkeit nur noch größer. Auf einem Silbertablett serviert bringt ihr das Haupt des Täufers morbide Befriedigung und letztendlich auch den Tod: Herodes befiehlt, das ’Ungeheuer’ zu töten.Salome

Richard Strauss gelingt erst mit seiner dritten Oper „Salome“ (1905) der endgültige Durchbruch als führender Musikdramatiker des 20. Jahrhunderts. Als Vorlage diente ihm das ins Deutsche übersetzte Schauspiel Oscar Wildes, das eine dekadente Gesellschaft mit all ihrer Morbidität und Widersprüchlichkeit in einem konkreten historischen Augenblick entwarf. Der einstige ’Bürgerschreck’ Strauss konfrontiert bürgerliche Moralvorstellungen mit den schillerndsten Farben musikalischer Erotik und formuliert die Konfliktspannung der unerfüllten Liebe als Inbegriff der psychopathischen ’Femme fatale’ zwischen Macht und Eros.


MIT Oxana Arkaeva (Salome), Hans-Günther Dotzauer (Herodes), Helena Zubanovich (Herodias), Kwang-Keun Lee/Tomasz Kaluzny (Jochanaan), Alexander Schröder (Narraboth), Gillian Crichton (Page der Herodias), Joung-Woon Le (1. Jude), Thomas Schön (2. Jude/Sklave), Girard Rhoden (3. Jude), Rochus Bliesener (4. Jude), Michael Burow-Geier (5. Jude), Jie Mei (1. Soldat/1. Nazarener), Rolf Ellersiek (2. Nazarener), Dong-Jin Choi (2. Soldat), Young-Jun Ha (Kappadozier); Philharmonisches Orchester der Stadt Ulm

MUSIKALISCHE LEITUNG GMD James Allen Gähres
INSZENIERUNG Matthias Kaiser
BÜHNE Detlev Beaujean
KOSTÜME Angela C. Schuett




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