UN BALLO IN MASCHERA
Oper in drei Akten
Dichtung von Antonio Somma (1809-1864) nach Eugène Scribes (1791-1861) Drama  „Gustav III. ou le bal masqué“
Musik von Giuseppe Verdi (1813-1901)

Workshop: 21.11.2009, 17 Uhr und 28.11.2009, 9.45 Uhr
Soirée: 22.11.2009, Foyer
Premiere: 03.12. 2009, Großes Haus
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln 
Verdis „Ballo in maschera“ wurde politisch zensiert. Daher verschoben die Autoren die Handlung vom konkreten Stockholm Gustavs III. in ein imaginäres Boston. „Eviva Verdi“ lautete trotzdem seit der Uraufführung 1859 der politische Schlachtruf der Unabhängigkeitsbewegung.
„Un ballo in maschera“ zeigt einen Regenten, der ein Gedicht höher schätzt als ein Dossier, eine Theateraufführung mehr als eine Staatsratssitzung – und den Liebesverlust mehr fürchtet als einen Anschlag. Oder so: Ein Herrscher verfügt so sehr über die Tugenden der Sensibilität, der Einfühlungsgabe und der Phantasie, dass sie sein Amt beschädigen und den Staat unkontrollierbarer Gewalt überlassen. Oder so: Hinter den Masken liegen die Weichteile der Seelen. Sie bloßzulegen, schmerzt wie hautloses Fleisch und blanke Nervenenden. Ohne Haut, d.h. ohne Maske, kann man nicht leben.

 

MIT Jorge Perdigón (Riccardo), Kwang-Keun Lee (Renato), Oxana Arkaeva (Amelia), Helena Zubanovich (Ulrica), Arantza Ezenarro (Oscar), Tomasz Kaluzny (Silvano), Jie Mei (Samuel), Joachim Pieczyk (Tom), Young-Jun Ha (Richter), Thomas Schön (Diener), Christel Mayr (Teufel)

MUSIKALISCHE LEITUNG Alexander DrčarMaskenball
INSZENIERUNG Andreas von Studnitz
BÜHNE Britta Lammers
KOSTÜME Gabriele Frauendorf
CHOREINSTUDIERUNG Wolfgang Wels


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